Es gibt jetzt eine App mit einem Spiel zum Weg der Erinnerungen!
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Ahlen war "judenrein"

Wir haben heute in Ahlen das Signal zum Angriff gegeben. Daher ergeht auch eine letzte Warnung an alle diejenigen, die glauben uns drohen zu können und die als Judenfreunde ihre Einkäufe in jüdischen Geschäften tätigen. Kommt nicht mit der billigen Ausrede, es gibt auch anständige Juden, nein, es kann gar keine anständigen Juden geben. ... Unsere Parole wird von jetzt ab lauten, nicht eher zu ruhen und zu rasten, bis Ahlen frei von Juden ist!"

Dies ist ein Zitat aus der „Ahlener Volkszeitung“ vom 31.08.1935, mit dem die nationalsozialistische Ahlener Stadtführung versuchte, für weitere Schritte gegen das Judentum in Ahlen Stimmung zu machen. In diesem Monat eskalierte die antisemitische Propaganda, die in NSDAP-Veranstaltungen und Presseberichten, wie diesem, zum Ausdruck kam und für uns heute lebenden Menschen nur schwer nachzuvollziehen ist.

Im Ratssaal des alten Rathauses wurde am 6. Oktober 1939 prägnant erwähnt, dass die jüdische Bevölkerung Ahlen bis Mitte Oktober verlassen werde. Diese Nachricht war sicherlich kein Schock für die Gesellschaft, allerdings ein ungewöhnliches Manöver in der Politik. Denn die Vertreibung der Juden aus ihren Wohnungen fand innerhalb der Städte selbst statt und die betroffenen Menschen wurden in „Judenhäusern“ ghettoisiert. Fortwährend untersagte eine Verfügung vom 16. November selbigen Jahres die Aussiedlung von Juden aus einem Bezirk in einen anderen in Deutschland. Im Spätherbst, zwei Jahre später, begann das NS-Regime mit der Deportation in die Konzentrations-, Arbeits- und Vernichtungslager im Osten. Aufgrund dessen mussten die Vertriebenen Juden in Großstädten kurzfristig aufgenommen werden. Darum wurde die belegte Gestapo-Verfügung von 1939 wieder Aufgehoben.

Von den Geschehnissen aus Ahlen in der ersten Oktoberwoche gibt es mehrere Zeitzeugenberichte.

Der Vertriebene Imo Moszkowicz sagt zum Beispiel: „Der Wegzug nach diesem schrecklichem Kommando: Ahlen muss judenfrei werden! Vollzog sich unter den Augen der Nachbarn und Anwohner und es kann niemand sagen, er habe das nicht mitbekommen.“

Eine betroffene Nachbarin der alten Marga Spiegel berichtet wehmütig: „Die hätte so gefroren! Und meine Eltern sagten später: Mein Gott, man hätte da Decken hinbringen müssen. Aber es hat niemand gewagt, den armen Leuten ein bisschen beizustehen! Da sind wir alle schuldig geworden!“

Ein paar Wochen nach den Ereignissen tauchte das Stichwort „Judenfrage“ ein weiteres Mal auf der Tagesordnung der Ratsherren auf. Im Protokoll der Sitzung vom 14. November 1939 hielt man fest, dass alle Juden, bis auf Frau Untiedt und Frau Necas, Ahlen verlassen hätten. Damit wurde eine mehrere Jahrhunderte andauernde jüdische Kultur in Ahlen beendet.



Aufgaben:
1.) Warum war die Nachricht, dass die Juden Ahlen bis Mitte Oktober verlassen würden kein Schock für die damalige Gesellschaft?
2.) Wann begannen die Nationalsozialisten mit der Deportation Richtung Osten?
3.) Wann wurde die erwähnte Gestapo-Verfügung verhängt?
4.) Warum wurde die selbige wieder aufgehoben?



Warum denn das alles wieder hervor holen, irgendwann muss doch auch mal Schluss sein. Die Antwort darauf ist und bleibt jener Satz, der über der Gedenkstätte für die Millionen Opfer des Holocaust in Yad Vashem in Jerusalem steht: „Das Vergessen verlängert das Exil. Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung.“

Geschrieben von Lars Gummich, Gymnasium St. Michael Ahlen, Q2

Quellen: Hans-W. Gummersbach, Der Weg nach Auschwitz begann auch in Ahlen. Vergessene Spuren der jüdischen Gemeinde einer westfälischen Stadt, Verlag B. Sommer, Ahlen 1988;
http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/a-b/185-ahlen-nordrhein-westfalen

Ostfriedhof


Die Texte zu diesem Erinnerungsort wurden von Schülerinnen und Schülern aus dem 13. Jahrgang der Fritz-Winter-Gesamtschule verfasst.

Informationen zum Ostfriedhof
Präsentation: Zwangsarbeiter
Video: Bilder vom Ostfriedhof (Download)

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Oststraße

Texte zu diesem Erinnerungsort wurden von einer 9. Klasse des Städtischen Gymnasiums erarbeitet.

Infotexte zu Familie Rosenberg
Präsentation: Karl Rosenberg

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Ehemaliges Textilkaufhaus Althoff

Texte zu diesem Erinnerungsort wurden von Schülern der Overbergschule erarbeitet.

Informationen zur Familie Sänger

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Ehemaliges Hotel "Neuhaus"

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Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz

Der Text zu diesem Erinnerungsort wurde von Nele Sahm und Rebecca Jolk vom Gymnasium St. Michael erarbeitet.

Artikel über Dr. Paul Rosenbaum

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St. Josef Kirche

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Schachtstraße


Erarbeitet von Schülern der Jahrgangsstufe 12 des Berufskollegs St. Michael

Pförtnerhäuschen Zeche

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Diesterwegschule


Erarbeitet von Christian Borgschulte und Sophie Dilla aus der Jahrgangsstufe 12 des Berufskollegs St. Michael

Wieso gedenken wir?
Informationen zur Diesterwegschule
Die Totenlisten

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Hansastraße

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Neustadt-Kirche

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Ehemalige Wirtschaft "Wiegart"

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St. Georg (syr-orth.)


Erarbeitet von Manuel Jakob, Sebastian Aksan und Alexander Groshek aus der Jahrgangsstufe 12 des Berufskollegs St. Michael.

Wer sind die Aramäer?
Leben und Geschichte der Aramäer
We are N

Deutschland im Wechsel von Auswanderung und Zuwanderung

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Sidney-Hinds-Park

Zu diesem Erinnerungsort gibt es einen Gastbeitrag der Ahlener Zeitung über die Begegnung von Colonel Hinds und Dr. Paul Rosenbaum:
Zum Zeitungsartikel vom 31. März 2015

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Im Kühl

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Bartholomäus-Kirche

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Klosterstraße

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Therese-Münsterteicher-Platz

Die Homepage zu Therese Münsterteicher wurde im Jahr 1990 von der Geschwister-Scholl-Schule erstellt.

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